EAU 2025 · Fachartikel-Übersicht

Progression nach Triple-Therapie bei mHSPC

Übersicht der sechs Behandlungsoptionen in der Zweitlinie

Wichtiger Hinweis: Diese Seite fasst Inhalte von der EAU 2025 zum Thema Progression nach Triple-Therapie bei mHSPC zusammen und verlinkt auf die Originalartikel bei UroToday. Sie ersetzt keine ärztliche Beratung und ist keine Therapieempfehlung. Jede Behandlungsentscheidung gehört in die Hände der behandelnden Ärztinnen und Ärzte.

Wenn die Erkrankung trotz intensivierter Erstlinientherapie (Triple-Therapie) fortschreitet, stellt sich die Frage nach dem richtigen nächsten Schritt. Vor jeder Zweitlinientherapie ist eine erneute Analyse der Tumorbiologie sinnvoll – insbesondere des HRR-Status, der PSMA-Expression und möglicher morphologischer Varianten.

Sechs Optionen in der Zweitlinie

Evidenz, Zielgruppe und offene Fragen zu jeder Strategie

Chemotherapie

Zweites Taxan: Cabazitaxel

Diskussion, ob ein zweites Taxan nach dem ersten Taxan (meist Docetaxel) noch wirksam ist. Die Evidenz deutet darauf hin, dass Cabazitaxel eine Option ist, insbesondere bei Patienten mit längerem krankheitsfreien Intervall nach der Erstlinientherapie, da eine gewisse Restempfindlichkeit angenommen werden kann.

Originalartikel lesen →
Zielgerichtete Therapie

PARP-Inhibitoren: allein oder in Kombination?

Die Rolle der PARP-Inhibitoren (z. B. Olaparib) nach Triple-Therapie, insbesondere bei Patienten mit nachgewiesenen HRR-Mutationen (z. B. BRCA2). Diskutiert wird, ob PARP-Inhibitoren als Monotherapie oder in Kombination mit einem neuen ARPI oder einer Chemotherapie eingesetzt werden sollten.

Originalartikel lesen →
Radioligandentherapie

LuPSMA: Wer und wann?

Analyse des optimalen Zeitpunkts und der Patientenauswahl für die Lutetium-177-PSMA-Therapie nach dem Versagen der intensiven Erstlinientherapie. Entscheidend sind der PSMA-PET-Status, die Krankheitslast und die verbleibenden Behandlungsalternativen im Therapieschema.

Originalartikel lesen →
Radionuklidtherapie

Radium-223: allein oder in Kombination?

Diskussion des Alphastrahlers Radium-223 (Alpharadin), der gezielt Knochenmetastasen behandelt. Die Frage ist, ob Radium-223 als Monotherapie oder in Kombination mit anderen systemischen Therapien (z. B. ARPI) verabreicht werden sollte, um Sicherheitsprofil und Nutzen zu optimieren.

Originalartikel lesen →
Hormontherapie

Zweiter ARPI: Evidenz für und gegen einen Wechsel

Bewertung der Möglichkeit, einen zweiten Androgenrezeptor-Pathway-Inhibitor einzusetzen (z. B. Abirateron nach Enzalutamid oder umgekehrt). Aufgrund der hohen Kreuzresistenz und des gleichzeitigen Einsatzes in der Triple-Therapie ist dies meist die am wenigsten bevorzugte Option; ein direkter Klassenwechsel wird oft empfohlen.

Originalartikel lesen →
Seltene Subtypen

Aggressive Varianten: Erkennung und Management

Fokus auf die Identifizierung und Behandlung aggressiver, seltener Subtypen des Prostatakarzinoms, die nach der Triple-Therapie entstanden sind (z. B. neuroendokrine Differenzierung, Small Cell). Diese erfordern oft eine schnelle Umstellung auf eine platinbasierte Chemotherapie.

Originalartikel lesen →

Abschließendes Résumé

Die wichtigsten Erkenntnisse zur Zweitlinienbehandlung im Überblick

Biologische Neubewertung: Vor jeder Zweitlinientherapie ist eine erneute Analyse der Tumorbiologie (HRR-Status, PSMA-Expression, morphologische Varianten) sinnvoll.

Zweites Taxan

Cabazitaxel bleibt besonders nach längerem progressionsfreiem Intervall eine wichtige Alternative.

PARP-Inhibitoren

Bei HRR-mutierten Tumoren sind PARP-Inhibitoren eine zentrale Option.

LuPSMA

Bei PSMA-positiver Erkrankung stellt LuPSMA eine wirksame und etablierte Zweitlinienstrategie dar.

Radium-223

Für Patienten mit Knochenmetastasen hat Radium-223 einen hohen Stellenwert.

Ein erneuter ARPI

Ist aufgrund häufiger Kreuzresistenz meist wenig wirksam.

Aggressive Varianten

Bei neuroendokriner Differenzierung oder Small-Cell-Karzinomen ist ein sofortiger Wechsel zu platinbasierter Chemotherapie notwendig.

Fazit: Die Wahl der Folgetherapie muss stets den klinischen Zustand (Performance-Status), die Krankheitslast und die Toxizität der vorherigen Behandlungen berücksichtigen.